Aktuelles

Hier finden Sie einen Überblick über alle aktuellen Meldungen rund um das Frauenhaus Oberursel und der Beratungsstelle.


Wieder eine Frau ermordet!

Jede Frau hat das Recht auf ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben.
Trotzdem ist laut einer europaweiten Studie aus dem Jahr 2017 fast jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Im schlimmsten Fall endet die Gewalt mit dem Tod, wie der traurige Fall einer ermordeten Frau in Limburg deutlich macht. Der Täter war ihr eigener Ehemann. Wie durch Medienberichte bekannt wurde, hat der Mann seine Ehefrau, die bereits Zuflucht im Frauenhaus Limburg gesucht hatte, aufgespürt und auf dem Gehweg mit dem Auto angefahren und danach mit einer Axt mehrfach auf ihren Schädel eingeschlagen und diesen zertrümmert.

Wir sind fassungslos über diese äußerst brutale Tat. Unserer Gedanken sind bei den verbliebenen Kindern und der Familie des Opfers, sowie unseren Kolleginnen des Frauenhauses in Limburg.

Tötungsdelikte sind keine Einzelfälle. 2017 wurden in Deutschland 147 Frauen von ihrem (Ex)Partner getötet. Die ZIF (Zentrale Informationsstelle autonomer Frauenhäuser), bei der wir Mitglied sind, hat eine Stellungnahme Femizid – Mord an einer Frau, weil sie eine Frau ist herausgegeben, die sie hier lesen können:

Stellungnahme 'Femizid – Mord an einer Frau, weil sie eine Frau ist' (PDF)


Arbeits-Informationstag für Frauen war ein voller Erfolg

Unter dem Motto "Einstieg in Arbeit und Beruf" fand am Freitag dem 25. Oktober 2019 unser erster Informationstag für Frauen statt.

In Kooperation mit der WISAG und der Stadt Oberursel konnte der Verein „Frauen helfen Frauen Hochtaunuskreis e.V.“ einen rundum erfolgreichen Vormittag gestalten.

Den zahlreich erschienenen Frauen aus unserer Beratungsstelle, dem Frauenhaus, der Fraueninsel und den Frauengruppen in Oberursel konnten im Rahmen dieser Veranstaltung durch Mitarbeiterinnen der WISAG die verschiedensten Berufe und Arbeitsmöglichkeiten völlig zwanglos und unkompliziert nähergebracht werden. Durch die anwesenden Dolmetscherinnen waren Sprachbarrieren kein Problem und auch Frauen, die über wenige bis keine Deutschkenntnisse verfügen, hatten die Möglichkeit sich ausführlich zu informieren.

Das Interesse und die Resonanz waren großartig!

"Diese Veranstaltung hat mir wieder Mut gemacht." teilte uns eine Frau mit, die in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolglos nach einer geeigneten Arbeitsstelle gesucht hatte.

Am Ende des Tages gingen bei der WISAG bereits die ersten Bewerbungen ein.

Ein großes Dankeschön an alle, die mit ihrem Engagement diesen Tag so erfolgreich gestaltet haben.


Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

1999 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ zu erklären. Heute finden an dem Tag alljährlich weltweite Aktionen statt, durch die auf die gegen Frauen ausgeübte Gewalt aufmerksam gemacht wird. Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages durch die Vereinten Nationen war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung dreier Schwestern und ihre Ermordung im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Dikators Rafael Trujillo verschleppt worden, weil sie gegen ihn Widerstand geleistet hatten.

Auch heute ist Gewalt gegen Frauen leider immer noch ein Thema. Dazu möchten wir sensibilisieren und auf Unterstützungsangebote aufmerksam machen. Am Samstag, 23. November 2019, können sich Interessierte zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr am Info-Stand mit der Brötchentüten-Aktion "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte" vor der Bäckerei „Kröger's Brötchen“ durch Vertreterinnen des Vereins, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Oberursel und Vertreterinnen des Frauennetzwerkes in der Vorstadt über die aktuelle Situation „häusliche Gewalt“ informieren.


Benefizkonzert mit der Band Miss Moneypenny

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen haben wir eine weitere Veranstaltung geplant. Am 23. November 2019 spielt die Frauen-Band „Miss Moneypenny“ für ein Benefizkonzert zugunsten unseres Vereins. Die Band besteht aus fünf Frauen mit ihren sieben Instrumenten: Daniela Botos, Ute Cramer, Sabine Faller-Barbon, Elvira Kaier-Döring und Gerlinde Uphoff.  Sie bringen seit 2012 gemeinsam  Songs zum grooven. Mit Gesang, Gitarre, Mandoline, Bass, Schlagzeug, Percussion, Querflöte und Harp experimentieren sie mit Arrangements und Stilrichtungen und erschaffen so ihren eigenen unverwechselbaren Sound. Gespielt werden ihre Lieblingsstücke aus den 1970er Jahren bis heute. Das Repertoire steckt voller Überraschungen und reicht von Folk (Amy Mc Donald, Joni Mitchel, Bob Dylan) über Soul (Amy Winehouse, Van Morrison) bis Rock (Patti Smith, Ton Steine Scherben, Aerosmith, The Cure, Broilers ...).

Das Benefizkonzert findet im Café Portstrasse, Hohemarkstr. 18 in Oberursel statt. Einlass ist ab 19.00 Uhr bei freiem Eintritt. Spenden sind erwünscht, die von der Band in voller Höhe an den Verein gespendet werden.

Wir freuen uns auf einen schönen Abend - gemeinsam lachen, singen und tanzen.

Download: Konzertplakat Miss Moneypenny (PDF)


Tombola beim Oberurseler Weihnachtsmarkt vom 28.11. bis 1.12. 2019

Der Sommer ist vorbei, die Taschenbörse haben wir erfolgreich hinter uns gelassen und nun wollen wir bereits auf den Oberurseler Weihnachtsmarkt aufmerksam machen. Auch dieses Jahr werden wir mit unserer großen Tombola am Weihnachtsmarkt teilnehmen. Unser Stand befindet sich im Eingangsbereich des Rathauses Oberursel. Sie können Lose und selbstgebackene Plätzchen kaufen. Mit den Losen können sie tolle Gutscheine von Oberurseler Geschäften und Gastronomiebetrieben gewinnen.

Wir freuen uns auf ihren Besuch


Wohnungsnot verhindert Schutz für von Gewalt betroffene Frauen

Es ist bekannt, dass Wohnungen im Rhein-Main Gebiet knapp sind. Noch schwieriger ist es, eine Sozialwohnung zu erhalten. Das führt dazu, dass Frauen immer länger im Frauenhaus bleiben müssen, weil sie keine Wohnungen bekommen. Und das, obwohl die Frauen schon längst in der Lage wären, eigenständig in einer Wohnung zu leben. Damit belegen sie dringend benötigte Frauenhausplätze, so dass andere Frauen keinen Schutz mehr finden. Die Ampeln auf der Website https://www.frauenhaeuser-hessen.de/ stehen in der Folge meistens auf rot.


Der PARITÄTISCHE Hessen startete in 2018 eine Aktion: „Bezahlbarer Wohnraum für Alle“. Er hat die Koalitionsverhandlungen der hessischen Regierung in 2018 analysiert und festgestellt, dass das Land bis 2024 zwar 22.000 Sozialwohnungen finanziert, dies aber nicht ausreichen, den Schwund der Sozialwohnungen aus den letzten 10 Jahren zu kompensieren.
Zu eben diesem Thema  finden Sie hier die Forderungen der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser.

Download: Forderungen der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser (PDF)


GlücksSpirale unterstützt Frauenhaus Oberursel

Noch immer ist die Freude groß. Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Oberursel sind glücklich, den Hausbewohnerinnen durch die finanzielle Unterstützung der Lotterie "GlücksSpirale" wieder eine zweite Waschmaschine zur Verfügung stellen zu können.
Mit einer durchschnittlich hohen Belegung von bis zu zwanzig Personen ist das 11-Zimmer-Haus, in dem Frauen mit ihren Kindern Schutz vor häuslicher Gewalt finden, normalerweise gut ausgelastet. Während des Aufenthaltes führen die Frauen auch hier ihren Haushalt. Mit Kindern bedeutet das, wie überall, ein großes Wäscheaufkommen. Vorübergehend stand den Frauen in der Waschküche nur noch eine Haushaltswaschmaschine zur Verfügung. Diese mussten sie sich teilen. Nicht leicht verständliche Programme und lange Laufzeiten nötigten zu Geduld. Oft wurde es "eng", wenn die Frauen die einzige Maschine nutzen wollten. Die neue, auch für Wohnheime geeignete semiprofessionelle, robuste und ressourcenschonende Maschine mit ihren kurzen Laufzeiten leistet im Frauenhaus jetzt wichtige Dienste. Vorbei sind Warteschlangen in der Waschküche.


Ein großes Dankeschön an die Lotterie "GlücksSpirale", die mit ihrer Förderung diese Anschaffung ermöglichte.


Noch freie Plätze!

Nach den Sommerferien, am 22.08.2019, startet in der Beratungsstelle des Vereins wieder das neue Gruppenangebot mit dem Titel „Alleinerziehend - Konflikte im Kindesumgang nach der Trennung!“

Das Angebot richtet sich an alleinerziehende Frauen, die häusliche Gewalt erlebt haben, nach der Trennung Gewalt erleben oder sich in einem Konflikt mit dem Expartner befinden. Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche Gewalt, sondern auch psychische, soziale und ökonomische Gewalt.

Ziel unserer Gruppe ist es, sich über bestehende Konflikte auszutauschen, mit ihnen umgehen zu lernen und an Lösungsstrategien zu arbeiten. Ein weiteres Ziel ist es, die emotionalen Folgen der Gewalt zu überwinden und die Rückkehr in eine Gewaltsituation zu verhindern und sich weiterhin ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. In einem geschützten Rahmen kann über das Erlebte gesprochen und Selbstreflexion gefördert werden. Fragen können unter anderem sein: Was kann ich tun, damit es meinen Kindern gut geht? Wie gehe ich mit Konflikten mit dem Expartner um? Wie kann ich mich abgrenzen?

Das Angebot findet 14-tägig donnerstags von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr statt. Es sind noch Plätze frei! Interessierte alleinerziehende Mütter melden sich bitte unter 06171/51768 oder unter beratungsstelle@frauenhaus-oberursel.de.


Neue Öffnungszeiten in der Beratungsstelle

Die neuen Öffnungszeiten der Beratungsstelle sind:
Offene Sprechstunde montags von 10.00-12.00 Uhr und Termine nach Vereinbarung

In der offenen Sprechstunde können Sie ohne Termin vorstellig werden und ihr Anliegen mit den Mitarbeiterinnen besprechen. An allen anderen Tagen können Termine unter der 06171/51768 oder beratungsstelle@frauenhaus-oberursel.de. vereinbart werden.


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